Chronik

Standarte 1 Standarte 2

 

 

Vereinsgeschichtlicher Rückblick

Der Rückblick auf die lange Geschichte des Vereins macht nach bescheidenen Anfängen sein stetiges Wachstum mit glänzenden Turnieren deutlich. Von seinen Inhalten und der soziologischen Struktur der Reiter hat sich aber ein tiefgreifender, nicht zu übersehender Wandel vollzogen. Während der Verein einst von Landwirten und ihren Söhnen und Töchtern gegründet und getragen wurde, hat inzwischen das Gewicht der Vereinsmitglieder aus allen denkbaren Berufen außerhalb der Landwirtschaft stark zugenommen. Wo sich früher Menschen, die täglich und selbstverständlich mit Pferden zu tun hatte, in ihrer Freizeit auf den Pferderücken geschwungen und an den Turnieren teilgenommen haben, nimmt heute die Zahl der Reiter und Reiterinnen stetig zu, die überhaupt erst im (fortgeschrittenen) Alter Kontakt zu den Pferden aufgenommen haben.

Die Anfänge des Vereins sind in der wirtschaftlichen Bedeutung von Pferden und Pferdezucht in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zu suchen. Als damals das Militär plötzlich kaum noch Pferde benötigte drohte eine lange Tradition reiterlichen Lebens wegzubrechen. Das geschah in einer Situation, in der viele ehemalige Kavallerieoffiziere auf ihre landwirtschaftlichen Betriebe zurückgekehrt waren und als Zugtiere natürlich weiterhin Pferde brauchten. So fiel der Aufruf des späteren Ostpreußischen Oberlandstallmeisters Rau “Der deutsche Bauer auf deutschem Pferd” auf fruchtbaren Boden. Mit dem allgemeinen Aufblühen der deutschen Reiterbewegung entstand 1924 die Reitabteilung des Landwirtschaftlichen Vereins Vogtei Ruthe.

Eine Gruppe von Männern hatte sich zusammengefunden, die zum damaligen Zeitpunkt überwiegend Kaltblutpferde für die hiesige Landwirtschaft züchteten. Sie hatten dennoch Interesse am Reitsport und fasten den Entschluss eine Abteilung für diesen Zweck in dem Verein zu gründen.

So versammelten sich die Interessenten am 27.07.1924 in der Gastwirtschaft „Aschemann“ in Bledeln. 28 Männer erklärten ihren Eintritt; davon 14 aktiv und 14 passiv.

Zum Vorstand wurden gewählt: Ehrenvorsitzender: Heinrich Rühmkorf, Wätzum – 1. Vorsitzender: Heinrich Köhler, Oesselse – 2. Vorsitzender: Heinrich Lüders, Lühnde

Für die reiterliche Ausbildung verantwortlich waren: Heinz Grefe, Lühnde – Heinrich Grefe, Wätzum – Ferdinand Bartels und Ferdinand Bolte, Oesselse.

Als Name des Vereins wurde eingetragen: Reit- und Fahrabteilung der Vogtei-Ruthe.

Karte

Noch im gleichen Jahr wurde eine Jagd mit Auslauf geritten. Sieger wurde Wilhelm Liehe aus Bolzum, gefolgt von Heinrich Stümpel und Ferdinand Bolte, beide aus Oesselse. Am Abend fand eine Vesper mit anschließendem Tanzkränzchen statt.

1925 übernahm der ehemalige Artilleriewachtmeister H. Kuhrs, der später auch Bürgermeister in Sehnde war, die Aufgaben des Reitlehrers. Aufgrund seiner guten Ausbildung siegte die Reitabteilung in Hildesheim. Die Abteilung bestand aus Heinrich Stümpel, Fritz Fuhrberg, August Hartmann, Ferdinand Bolte, Heinrich Lüders, Elfriede Jagau (Grunewald), Karl-Heinz Rühmkorf, Heinrich Ebeling, Wilhelm Heuer und Fritz Hahne jr.

Ein Reitplatz wird in Lühnde errichtet.

1926 führt die Reit- und Fahrabteilung der Vogtei-Ruthe ihr erstes Turnier in Oesselse durch. Die vorgesehene Feldrundfahrt des landwirtschaftlichen Vereins muss ausfallen, da starke Regengüsse die schlechten Feldwege unbefahrbar gemacht haben.

Der Verein beschloss das Tragen einer einheitlichen Reitkleidung: Hellgraue Hose, dunkelblauer Rock, weiße Reiterkrawatte, schwarze Samtmütze, blaue Satteldecke, braune Trense.

1927 wird eine bedeckte Reitbahn in der Scheune auf dem Hof Ohlendorf in Hotteln hergerichtet.

1928 findet das eigene Turnier in Hotteln statt. Viele Nennungen sind aus Harsum, Lamspringe und von der Artillerie aus Hannover. Aufgrund des Regenwetters muss zwei Tage vor Turnierbeginn der Reitplatz umgelegt werden.

Eine Standarte wurde angeschafft und auf dem Turnier durch Heinrich Rühmkorf eingeweiht. Baron von Reden heftet die in Hannover gewonnene Schleife an und der Reitverein Hohenhameln überreicht den ersten Fahnennagel.

1928 - Kopie

1929 findet aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Zeit für die Landwirtschaft durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise (24.Oktober-schwarzer Freitag) kein eigenes Turnier statt.

1930 wird Heinrich Rühmkorf aus Wätzum zum neuen Vorsitzenden gewählt. Das eigene Turnier findet in Oesselse statt. Die Teilnehmer kommen aus Harsum, Hohenhameln, Vörie, Alt Kalenberg und Immensen. Im Herbst erwerben 6 Reiter das bronzene Reitabzeichen in der Reitschule Hildesheim

1932 findet das Vereinsturnier in Wassel auf Köhlers Weide statt. August Köhler stellt eine Voltigiergruppe mit Wasseler Kindern vor.

1932

1933 wird das große Turnier wieder in Oesselse durchgeführt.

Bis 1938 werden durch die Machtübernahme der NSDAP sämtliche Sportvereine, somit auch der Reitverein der SA, SS und HJ unterstellt. Obwohl die „SA-Reiterstandarte Hildesheim“ unter Emil Brand alles kontrollierte, hat sich im Vereinsleben nichts geändert! Zu dieser Zeit war der Verein sehr gut beritten und deshalb auch erfolgreich. Der eigensinnige Reitlehrer Otto Grove eckte oft mit der SA-Führung an, weil er seine Abteilung anstatt in der vorgesehenen Uniform im schwarzen Rock und Mütze vorstellte.

1939 war die Turniervorbereitung bereits abgeschlossen und der Infanterie Reiterzug Hannover bereits zum Turnier angerückt, da kam über Nacht die Mobilmachung. Viele Reiter und Pferde wurden sofort eingezogen und zum Kriegsdienst einberufen. Damit fiel das Turnier aus!

Von 1939 bis 1947 ruhte der Reitbetrieb. Nach den kriegsbedingten Einbrüchen ging es aber, besonders seit Anfang der 50er Jahre, wieder steil bergauf. Bei regionalen, überregionalen und nationalen Wettbewerben wurden viele Preise gewonnen.

1947 Im Oktober wurde auf Wunsch vieler ehemaliger Reiter der Verein wieder reaktiviert.

Man traf sich in der Gastwirtschaft des Reitlehrers Otto Grove in Oesselse.

Den Vorstand bildeten 1.Vorsitzender: Heinrich Stümpel, Oesselse – 2.Vorsitzender: Heinrich Ebeling, Ingeln – Schriftführer: Wolfgang Rühmkorf, Wätzum

1948 wird der Kreisreiterverband Hildesheim gegründet und Heinrich Ebeling zum Vorsitzenden gewählt. Der Landesreiterverband wird gegründet und Heinrich Stümpel als Abgeordneter für den Bezirk Hildesheim berufen. Vor und nach der Währungsreform war die Teilnahme an den Turnieren nur mit besonderer Organisation möglich. Mit dem LKW der Familie Wöckener wurde der Pferdetransport bewerkstelligt. Der Rübenschnaps ist gleich in Milchkannen mitgenommen worden.

Das eigene Turnier in Oesselse schien (wie immer) zu verregnen, ist aber dennoch unter schwierigen Verhältnissen durchgeführt worden. Der Reiterball fand in Lühnde statt.

1948 Einspännerprfg

Einspännerprüfung

1949 wird eine Pferdeleistungsschau zum 25jährigen Jubiläum des RV Vogtei-Ruthe mit Kaltblutschau an der Mühle in Oesselse organisiert. An Pferd und Reiter werden neue Anforderungen in den Prüfungen gestellt. Nunmehr gibt es Stilspringprüfungen, Fahrerprüfungen in der Vielseitigkeit und Zugleistungsprüfungen. Es wird darauf geachtet, dass Nachnennungen vermieden werden. Bei diesem Turnier siegt die eigene Abteilung. Auf dem Turnierplatz werden eine große Zuschauertribüne und ein Festzelt errichtet. Der Sieger im L-Springen erhält einen Elektroherd, der von der Firma Voss aus Sarstedt gestiftet war. Die Zuschauer reisten mit Kutschen an. Die Teilnehmer wurden auf den umliegenden Höfen einquartiert. Abends fand ein Reiterball statt.

1949

Das erste Landesturnier wurde in Celle veranstaltet. 12 Reiter und Pferde des Vereins nahmen teil und hatten ihr Quartier im Gestüt in Celle.

1949 Celle

v.l.n.r. Reitlehrer: O. Grove, H. Grefe, K.H. Rühmkorf

Reiter: K. Grefe, G. Köhler, O. Grove, W. Gellermann

1950 wird Gerhard Köhler in die Landesmannschaft der Reiter berufen. Die Mannschaft siegt aufgrund der hervorragenden Führung und Ausbildung durch General Niemack bei dem Reitturnier der DLG-Ausstellung in Frankfurt. Gerhard Köhler wird mit seinem Pferd Schloßherr Bundesmeister der ländlichen Reiter.

1950

Gerhard Köhler wird mit seinem Pferd “Schloßherr” Bundesmeister der ländlichen Reiter

1951 findet das Vereinsturnier unter großer Zuschauerbeteiligung in Oesselse statt.

Es wird ein Vertrag mit der Messe-AG Hannover geschlossen. Der Verein erhält die Erlaubnis, in der Halle 9 bis zum Beginn des Hallenturnieres im Januar 1952 für 10,00 DM pro Stunde trainieren zu dürfen.

1952 wird beim Turnier in Wassel die bereits 1950 gewonnene Landesstandartenschleife durch Wilfried Pabst überreicht. Kurt Grefe, Otto Grove und Gerhard Köhler müssen als Träger der Landesstandarte zum Empfang und zur Ehrung der erfolgreichen Olympiareiter in Bonn den Landesverband vertreten.

1954 findet zum 30-jährigen Bestehen des Reitvereins ein Turnier in Wätzum statt. Die Schirmherrschaft sollte Herzogin Viktoria-Luise übernehmen. Sie sollte vierspännig von der Marienburg abgeholt werden. Leider sagte sie im letzten Moment ab. So verpasste sie das hervorragend organisierte Turnier, was völlig verregnet war. Der Platz war ein Schlammbad, so dass für die Besucher Transportfahrzeuge eingesetzt werden mussten, damit diese den Platz erreichen konnten. Dennoch wurden die Prüfungen voll durchgeführt.

Auf dem Landesturnier in Hannover siegt die Jugendmannschaft mit Jürgen Grünewald, Gerhard Warneke, H. Willers und A. Grote. Gerhard Köhler wird mit Sarina im M-Springen in Nörten-Hardenberg Sieger vor Paul Schockemöhle. Frau Bolte kündigt den Reitplatz in Oesselse. Karl-Heinz Köhler bietet seine Weide für 150,00 DM Pacht jährlich an.

1955 findet die Winterausbildung erstmalig in der Reithalle Kronsberg statt. Dieses Jahr wird wohl eins der erfolgreichsten Turnierjahre der Vogtei-Ruthe. Als erfolgreichster Dressurreiter im Landesverband Hannover reitet H. Bertram auf seinem Pferd Dollmann auf der DLGL in München.

1956 wird auf dem Turnier in Oesselse erstmals nach 1947 von Wilhelm Gellermann eine Voltigiergruppe mit 10 Wasseler Kindern vorgestellt.

1956 Lotte

1956 Hubertusjagd Tivoli

Fuchsjagd von der Wasseler Feldmark bis zum Müllinger Tivoli

1960 wird ein geplanter Reithallenbau vom Bauausschuss des Vorstandes abgelehnt, da das Sammelergebnis finanzieller Mittel unbefriedigend ist.

1961 wird der Reitplatz in Bledeln hergerichtet. Es wird ein Wall gebaut und die Drainage im Viereck verlegt. H.-J. Schrader verzichtet aufgrund des Drainagebaus auf die Pacht.

 1962 Bledeln

1962 Bledeln2

Turnier auf dem Reitplatz in Bledeln 1962

1964 wird das Turnier zum 40-jährigen Bestehen im „Lunapark“ in Bledeln veranstaltet. 10 Gründer des Vereins können an diesen Tagen geehrt werden.

1964

1965 wird H.-H. Prüße Landesmeister der Junioren in der Dressur auf dem Turnier in Mandelsloh.

1966 gewinnt unsere Abteilung zum dritten Mal in Folge den Pokal des Landkreises Verden und darf ihn endgültig behalten.

1966 Verden

v.l.n.r.  Vorsitzender W. Gellermann, Landrat Niebuhr, Reitlehrer H. Bothe

Reiter: H.-H. Prüße, W. Blume, A. Schrader, K. Grefe

1967 sind bereits 40 Kinder in der Voltigiergruppe deren Ausbildung großen Zuspruch erhält. Harm Rühmkorf wird mit seinem Pferd Ampel beim Turnier in Schwanewede Vierter in der Meisterschaft der Junioren/Springen. Das Turnier in Bledeln findet wieder großen Zuspruch. 215 Pferde nehmen an den ausgeschriebenen Prüfungen teil.

1967 Volti

1967 Turnier4

1967 Turnier2

1967 Turnier

1969 muss das Voltigierpferd Freigabe aufgrund Alter und Lahmheit durch Alvaro ersetzt werden, der gut und schnell eingearbeitet werden kann. 35 Siege und 165 Platzierungen werden in der Saison erritten.

 1969 Friedhelm

Friedhelm Köhler

1971 erreicht Heide Rühmkorf auf dem gleichen Pferd wie ihr Bruder bei den Landesmeisterschaften die Vizemeisterschaft bei den Junioren/Springen. Die Anschaffung eines Schrankes für die Siegertrophäen wird beschlossen.

1967 Training

Training in Bledeln

1972 verbuchen unsere Reiter auf 20 Turnieren 71 Siege und 160 Platzierungen. Die Voltigiergruppe erreicht 6 Siege und 14 Platzierungen.

1972 Friedhelm, Heide, Renate, Eberhard

Friedhelm Köhler, Heide Rühmkorf, Renate Grefe, Eberhard Schrader

1974 In diesem Jahr begeht der Reit- und Fahrverein Vogtei-Ruthe sein 50-jähriges Bestehen. Aufgrund dieses Anlasses wird das Geschäftspapier mit dem Wappen des Vereins angeschafft. Das Jubiläumsturnier wird in Bledeln mit 350 genannten Pferden durchgeführt.

1974 50-Jahre

Festansprache und Ehrung durch Kammerpräsident Wilhelm Blume an den Vorsitzenden Walter Gellermann

1975 findet letztmalig das Neujahrsreiten in der Reithalle des Reitvereins Kronsberg in Laatzen statt. Der langjährige Vertrag über die Hallennutzung wird im Oktober gekündigt. Grund dafür ist, dass zum damaligen Zeitpunkt zwei Reithallen in Ahlten dem Verein zur Verfügung stehen. Die neue Reithalle von Hans-Heinrich Prüße wird von den Vogtei-Ruthern mit zwei Reitabteilungen, einer Seniorenabteilung und drei Voltigiergruppen eingeweiht.

1976 wird Friedhelm Köhler auf seinem Pferd Arak in Seesen Bezirksmeister der Junioren im Springreiten.

1976

1977 wird Friedhelm Köhler als Sportler des Jahres 1976 von der Gemeinde Sehnde geehrt. Auf der Generalversammlung wird der Beitrag von 2,00 DM auf 3,00 DM monatlich angehoben. Dies ist die zweite Beitragserhöhung seit 1951. Ein besonderer Tagespunkt ist die Neuwahl des Vorstandes. Nach 29 Jahren Vorstandsarbeit, davon 26 Jahre als 1. Vorsitzender tritt Wilhelm Gellermann sen. zurück und wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als Nachfolger wird Hans-Joachim Schrader aus Bledeln einstimmig gewählt.

1980 war die Sommerausbildung in Bledeln aufgrund des schlechten Wetters kaum möglich und wurde in die Reithalle Prüße verlegt. Friedhelm Köhler wird erfolgreichster Reiter des Vereins mit 93 Platzierungen.

1983 lassen sich 12 Teilnehmer beim Fahrlehrgang in Ahlten von Herrn Koppelmann ausbilden und legen die Prüfung für das bronzene Fahrabzeichen erfolgreich ab. Mit den Traditionen Weihnachtsreiten und Reiterball im „Vitax“, Sehnde schließt auch dieses Jahr ab.

1984 hat das Jubiläumsturnier zum 60-Jährigen Bestehen des Reitvereins in Bledeln ein Nennergebnis von 390 Pferden. Bei diesem Turnier werden auch wieder Wagenpferdeprüfungen durchgeführt.

1985 wird erstmalig ein Lehrgang des Kreisreiterverbandes Hildesheim angeboten an dem 3 Reiter des Vereins teilnehmen können.

In diesem Jahr ist seit 20 Jahren Otto Löffler als Voltigierausbilder im Verein tätig. Friedhelm Köhler wird Kreismeister im Springreiten. Den 3. Platz belegt Carsten Lenkeit.

1986 veranstalten die Vogtei-Ruther erstmals eine eigene Vereinsmeisterschaft. Vereinsmeister wird Axel Modersohn.

1987 Bledeln

1988 wird das Dressurviereck auf dem Reitplatz in Bledeln verlegt und Unterstellmöglichkeit für die Zuschauer geschaffen.

1991 veranstaltet der Reitverein sein Turnier in Wassel. Eine Ackerfläche vom Vereinsmitglied Friedhelm Köhler wird mit Gras eingesät und eingezäunt. 33 Prüfungen bis Kl. M werden ausgeschrieben. 530 Pferde werden genannt. Auf parallelen Plätzen für Dressur und Springen wird gleichzeitig gestartet. Als Besonderheit starten polnische Gastreiter.

Die Vereinsmeisterschaft der Jugendlichen wird zum ersten Mal ausgeritten. Es siegt im Springen: Mareike Schrader, in der Dressur: Carola Warneke.

1991 Wassel

1991 Wassel3

1991 Wassel2

1993 wurde beim Vereinsturnier am Himmelfahrtstag in Bledeln Helmut Tietz Dressurmeister, Matthias Warneke Springmeister und Imke Holstein beste jugendliche Nachwuchsreiterin.

Das Voltigierpferd Echo wurde an diesem Tag nach 16 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Nach Klärung der versicherungsrechtlichen Angelegenheiten geht das Pferd in den Besitz von Voltigierlehrerin Bettina Pflüger.

1993 Echo

1994 war das Jubiläumsturnier (70 Jahre Vogtei-Ruthe) in Wassel das Großereignis des Jahres. Schirmherr der Veranstaltung war der Bürgermeister von Sehnde Bernd Henkel. 757 Pferde gingen in 38 Prüfungen an den Start. 9 Richter und ein Parcoursaufbauer (B. Engelke) taten an den drei Turniertagen ihren Dienst. Die Organisation der Meldestelle lag in den Händen von Turnierorganisator  Ralf Harneit. Auf dem Land von Friedhelm Köhler hatte der Verein 2 Springplätze und 3 Dressurplätze errichtet.

1994 Wassel

1997 konnte dieses Ergebnis noch übertroffen werden. Mit 1137 genannten Pferden fand in Wassel das größte Turnier Niedersachsens statt. Die großzügigen Platzverhältnisse (2 Springplätze, 3 Dressurplätze, 2 Abreiteplätze und ein großer Parkplatz) wurden von Reitern und Besuchern gelobt. An den Turniertagen waren 15 Richter, 2 Parcoursaufbauer, 2 Ärzte, 2 Tierärzte, 2 Rote-Kreuz-Mannschaften und die Freiwillige Feuerwehr Wassel sowie zahlreiche Helfer des Vereins im Einsatz. Die Gastronomie im 420 m2 großen Zelt wurde von Wally’s-Party-Service ausgeführt. Schirmherrin der Veranstaltung war die Präsidentin des Landesreiterverbandes Frau Erika Cordts.

Absoluter sportlicher Höhepunkt war das VGH-Cup-Finale. Der Cup wurde finanziert von der VGH-Versicherung. Zwei junge Amazonen des Reitvereins Vogtei-Ruthe qualifizierten sich für das Finale. Svenja Rühmkorf erreichte mit Aquamarin den 3. Platz. Für Imke Holstein lief es im Finale nicht ganz so gut.

Die Zuschauerkulisse war an den drei Tagen hervorragend da schätzungsweise 5000 Besucher bei freiem Eintritt gekommen waren.

19972

1997 Wassel VGH-Cup

1997 Wassel VGH-Cup2

1998 erzielten zwei Amazonen herausragende sportliche Erfolge. Svenja Rühmkorf gewann die Kreismeisterschaft der Jungen Reiter im Springen und erreichte den 2. Platz im VGH-Cup. Imke Holstein erlangte die Vizekreismeisterschaft und die Bezirksmeisterschaft. Marc Hahne ergänzte mit dem 3. Platz im Hannoverschen Springpferdechampionat diese Erfolgsserie.

1999 feiert der Verein sein 75. Jubiläum. Auf dem Vereinsturnier starten 59 Pferde. Der Reiterball erreicht eine Rekordbesucherzahl.

2001 steht der Verein im Kreisreiterverband an 4. Stelle. Die erfolgreichsten Reiter im Springen sind: Achim Brüning, Marc Hahne, Imke Holstein, Rebecca Köhler, Marieke Großheim und Nicole Borsum. In der Dressur: Dr. Christine Reckebrandt, Ulrike Janz-Gunia, Mareike Schrader, Karin Tietz und Katja Schaube.

Aufgrund der hohen Besucherzahl fanden in diesem Jahr 2 Reiterbälle statt.

2002 war der Jahreshöhepunkt wieder das große Turnier in Wassel. Die Erfolge unserer Dressur und Springreiter führen weiterhin zu einem sehr guten Ergebnis im Kreisreiterverband.

2003 liegt der Verein im Kreisreiterverband auf Platz 2. Eine der erfolgreichsten Reiterinnen ist Imke Holstein durch ihre Teilnahme an den German Classics in Hannover.

2005 erreichen 30 Kat. B Reiter den 1. Platz im Kreisreiterverband. Vor allem Victoria Noyer als Kreismeisterin und Vizebezirksmeisterin Dressur, Birke Großheim als Vizebezirksmeisterin Springen und Marc Hahne als erfolgreichster Reiter haben maßgeblich dazu beigetragen.

Das Turnier in Wassel ist dieses Jahr etwas kleiner ausgefallen.

2007 Highlight in diesem Jahr war der Ausflug zum Hamburger Derby.

2008 erzielte das Reitturnier in Wassel ein hervorragendes Nennergebnis und konnte wieder im etwas größerem Rahmen stattfinden.

Der diesjährige Ausflug ging nach Luhmühlen zum Vielseitigkeitsturnier.

Die 2007 neu gestaltete Homepage entwickelt sich zu einem sehr gutem Medium für Informationen rund um das Vereinsleben.

2009 besuchten wir das Burgturnier in Nörten-Hardenberg.

Im Kreisreiterverband sind zur Zeit 19 Vereine, Vogtei-Ruthe steht an 4. Stelle. 28 Reiter haben 3511 Punkte erreicht.

2011 verliert der Reitverein Vogtei-Ruthe seinen 1. Vorsitzenden Heinrich Großheim durch einen tragischen Unfall. Nach 50 Jahren muss die Pacht des Reitplatzes in Bledeln beendet werden. Ebenso kann das großes Turnier in diesem Jahr nicht stattfinden. Der Verein bewahrt sich seinen Zusammenhalt und lässt die jährlichen Veranstaltungen wie die Vereinsfahrt, Weihnachtsreiten, Reiterball und Vereinsturnier zu positiven Erlebnissen werden.